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Gardenien
Geschichten aus dem Garten

Sommer 2020

Besucherzaehler


Ein Sommer im Garten

Da unsere alte Hündin mit ihren über 13 Jahren nicht mehr Auto fahren konnte/wollte,
haben wir unser Wohnmobil verkauft und ein Jahr Auszeit genommen.

Am 23. August ist unsere Hündin Carla dann zu ihrer letzten Reise aufgebrochen.
Wir vermissen sie sehr.

Schon Ende Juli haben wir ein neues Wohnmobil bestellt
und im nächsten Jahr geht es wieder auf Achse ...

Mit dem Wohnmobil zu verreisen, ist wunderschön.
Aber man verpasst dann auch die schönste Zeit im Garten.
Dieses Jahr konnten wir nicht verreisen, und so habe ich aus der "Not" eine Tugend gemacht.
Das Wetter ließ sich nicht lumpen:

wir hatten 3 Monate Sonne pur, Hitzerekorde und nur ein kurzes Regenintermezzo.
Und so hatte ich reichlich Gelegenheit, den Garten in vollen Zügen zu genießen
- seine Blütenpracht, die Farben, die Düfte und das Tierleben.
Das war auch mal wieder schön. Ich habe die Zeit im Garten sehr genossen.

 

Idyll in der Nachbarschaft >

 

Ich lade Euch ein, hereinzukommen:



 

An der Straße haben wir eine Trockenmauer mit einem Sichtschutz-Zaun. Etwas Privatsphäre muss einfach sein.

eine 'etwas andere' Trockenmauer

Blütenpracht am Straßenrand:

Neben dem Gartentörchen wächst "Gislaine de Féligonde", die 1916 gezüchtet wurde.

"Kir Royal" und eine kleinblütige rote Rankrose beleben den Sichtschutzzaun.

Direkt hinter dem Gartentor steht eine als Strauch gezogene Rankrose, die eine Freundin aus einem Steckling gezogen hat.

Taglilien (Hemrerocallis)

>
In der Mohnblüte drängelten sich acht Bienen bei der Pollenernte

< "Mme de Plantier" (R. alba x R. moschata), 1835

"Félicité Parmentier" von 1836 (R. alba x R. damaszena)
verströmt einen schönen Zitrusduft

Diptam, Brennender Busch, Dictamus albus

"The Squire"
eine englische Rose von David Austin, 1977

Acanthus hungaricus

< "Great Maidens Blush" (Rosa alba) aus dem 15. Jahrhundert

"Charles de Mills" (Rosa gallica, vor 1700)

"Charles de Mills", "Rosarium Uetersen" und "Honorine de Brabant" (R. borbonica) in einem Beet mit großen Strauchrosen

Blick über den Steingarten zum Wintergarten

Eine rote Rankrose

Vom Balkon stürzt sich "Veilchenblau"

< Ab und zu besuchen auch die sehr seltenen Blauflügel-Prachtlibellen
(Calopteryx virgo) unseren Garten, e
ine gefährdete Rote-Liste-Art,
die in einigen Bundesländern vom Aussterben bedroht ist.
Bei uns sieht man Blauflügel-Prachtlibellen noch häufiger.
Sie kommen nur in der Nähe von sauberen, naturnahen Fließgewässern vor.

Auch der Heilziest/Echte Betonie (Stachys/Betonica off.),
im Steingarten ist eine seltene Rote-Liste-Art.

An der steilen Terassenböschung haben wir einen insektenfreundlichen Steingarten angelegt,
wo im Sommer die Grillen zirpen und die Schmetterlinge tanzen.
So ein echter Steingarten ist übrigens etwas ganz anderes als die gruseligen Steinwüsten,
die z.Zt. manche Vorgärten erobern: "Gärten des Grauens".

Ich versuche, in meinem naturnahen Garten möglichst vielen Tieren einen Lebensraum zu bieten.
So hatte ich schon mal ein Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) im Garten, deren Nest ich erst nach der Saison
in einem Strauch entdeckt habe, obwohl es direkt neben einem Gartenweg war. Die Mittlere Wespe ist friedlich und wird nicht lästig.
Auch andere Wespenarten und Hornissen brüten ab und zu bei uns und werden nach Möglichkeit toleriert.
Viele
Jahre lebten außerdem 7 große Bienenvölker und mehrere Jungvölker in unserem Garten - direkt neben der Terasse.
Jetzt gibt es nur noch mehrere kleine "Bienenhotels" aus unterschiedlichem Material für Wildbienen (und ihre Parasiten!).

Dieses Jahr waren 4 Meisenkästen belegt und auch die Spatzen hatten 4 Bruten. Spatzen und Amseln lieben unser Vogelbad.
Dazu kommen noch die Freibrüter, deren Nester man oft erst später zufällig entdeckt.

oben:
Im Spätsommer habe ich die Nistkästen gereinigt
und wurde von diesen Nachmietern überrascht.

Obwohl der Nistkasen direkt neben dem Weg zu unserem Hauseingang hing,
hatte ich die neuen Bewohner nicht bemerkt.
Im Frühjahr hatten hier noch Kohlmeisen gebrütet.
Beim Öffnen des Nistkastens wurde das Nest der Hornissen beschädigt,
aber sie konnten es wieder reparieren.
Am nächsten Tag hatten sie das Nest schon wieder verschlossen
und mit einem neuen Eingang versehen.

Aber es ist ja nicht so, als wenn ich keinen richtigen großen Hornissenkasten im Garten hätte.
Doch den ignorieren die Herrschaften geflissentlich
und bevorzugen immer wieder die viel zu kleinen Meisenkästen.
Die Meisen bevorzugen dagegen den geräumigen Hornissenkasten.
Tja - jeder wie er mag ...


rechts:
Nach einiger Zeit sind die Hornissen aber noch aus ihrem engen Nest im Vogelnistkasten ausgezogen und haben zusammen mit ihrer Königin unter unserem Ostgiebel ein neues Nest angelegt.

Hochbeet mit Teich, kleinem Wasserlauf und Wasserfällen auf der Terasse

Junge Ringelnatter (Natrix natrix) am Kompost. Wenn man genau hinschaut, kann man die typischen gelben Halbmonde am Hinterkopf erkennen.

Am Sitzplatz auf der Terasse

Ich sammle Herzblattlilien (Funkien, Hosta) und ziehe ca. 70 Sorten in Töpfen.

Auch am oberen Gartenweg zum Haupteingang blühen Rosen:
"The Pilgrim" von 1991, "Heritage" von 1984 und "The Countryman" von 1987
drei englische Rosen, gezüchtet von David Austin

Ableger von einer alten Rose, die ich auf einem oberbergischen Bauernhof
gefunden habe und die dort schon seit ca. 100 Jahren gepflegt wird. >

einmal blühende Rankrose aus Frankreich, die ich selbst aus einem Steckling gezogen habe

< Manchmal kreist ein Roter Milan (Milvus milvus) über unserem Wohngebiet.
Wenn unsere Hündin Carla Welpen hatte, regte sie sich immer ganz schrecklich auf,
wenn ein großer Vogel über unseren Garten flog - egal ob Greifvogel, Reiher oder Krähe.
Sie hatte Angst um ihre Welpen.

Im Juli hatte Carla (rechts) 'Herrenbesuch' und fühlte sich noch mal jung.
Da nichts 'passieren' konnte, habe ich den Hunden ihren Spaß gelassen.
6 Wochen später hat sich ihr Zustand so weit verschlechtert, dass wir sie gehen lassen mussten.
Wir werden sie nie vergessen.

Am 23. August ist Carla zu ihrer letzten Reise aufgebrochen. Sie wurde 13 Jahre und 3 Monate alt.

Erinnerungen ...

Carla war eine gute Zuchthündin - und ihren Welpen eine tolle Mutter.

Ein guter Hund stirbt nie -
er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt.
Sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand
wie in alten Zeiten.

"Ein Hundeleben": Carlas Homepage

Carla war sehr lernbegierig und
liebte die Teamarbeit auf dem Hundeplatz.
Auf den Fotos:
Unterordnung - Fährte - Schutzdienst

Diese modernen Rosen im alten Stil verströmen einen intensiven Duft.
Aber im Gegensatz zu den Alten Rosen blühen sie mehrmals.

< im Spätsommer dominieren die gelben Korbblütler
und bringen Sonne in den Garten.

späte Blüten Ende September:
"Alte Rosen" blühen nur einmal im Juni.
Diese drei Rosen stellen dagegen
seltene remontierende Ausnahmen dar.

< "Louise Odier" (Rosa borbonica) von 1851

"Honorine de Brabant" (R. borbonica), 1840 >

^ Rose de Resht (Rosa damascena bifera)
wurde 1950 aus Persien eingeführt und ist
evtl. die Vier-Jahreszeiten-Rose
der Antike


Es wird durchgeblüht ...

^ Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht von November bis März

Der Winterschneeball kann sogar von November bis April blühen. >
(Viburnum x bodnantense)


Nun freuen wir uns auf unser neues Wohnmobil:
Es wird ein kompakter Knaus Van I 550 MD Platinum Selection,
596 cm lang, 220 cm breit, 276 cm hoch,
auf der neuen Ducato-Basis, 160 PS mit 9-Gang-Wandlerautomatik und Euro 6d-temp Norm.

Bald werden wir
wieder auf Reisen gehen.

Warten wir's ab ...
... et kütt wie't kütt ...


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