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Besucherzaehler


Sonntag, 20. August 2017

Höllbachg'spreng und großer Falkenstein

Geparkt haben wir am Rothirsch-Gehege Scheuereck
bei 94227 Lindberg (N49.062858, E13.306060)

Das Urwaldgebiet Höllbachg'spreng ist eines der ersten Naturschutzgebiete in Bayern.

Das besonders naturnahe Waldstück wurde bereits früh von der Holznutzung ausgeschlossen
und schon 1914 zum Schongebiet erklärt.
Im Jahr 1939 erhielt es schließlich den Status eines Schutzgebietes
und wurde 1997 in den Nationalpark Bayerischer Wald integriert.

Das über 45 ha große Gebiet zeichnet sich besonders durch einen sehr hohen Totholzanteil aus.
Durch den konsequenten Schutz konnten hier viele seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten überleben.

Die Höllbachschwelle ist ein künstlicher Stausee, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Holztrift (Holztransport auf dem Wasser) erbaut wurde.
Durch Öffnen der Schwelle war es möglich, einen Wasserschwall zu erzeugen, der weiter talwärts den Transport des eingeworfenen Holzes ermöglichte.

Engelsüß (Tüpfelfarn, Polypodium vulgare)Durch eine enge, eingeschnittene Schlucht strömt der Höllbach zwischen teilweise haushohen Felsen aus Gneis.

< An der nördlichen Grenze des Gebietes stürzt der Höllbach sich als Wasserfall in die Tiefe.

Ich bin mit Carla nur bis zum Höllbachg'spreng mitgegangen
und von dort mit ihr zum Wohnmobil zurückgekehrt.

Helmut ist mit Chili noch weiter bis auf den Großen Falkenstein im Westen des Urwaldgebiets gegangen.

Der Große Falkenstein ist 1315 m hoch.

Da im Nationalpark das Übernachten generell verboten ist, sind wir anschließend nach Spiegelau gefahren.
Dort gibt es 3 Stellplätze vor dem Edeka-Markt an der Konrad-Wilsdorf-Straße (N48.915883, E13.355068).

Montag, 21. August 2017

Wanderung zum Lusen

Geparkt haben wir auf dem Wanderparkplatz Waldäuser-Blick (N48.927464, E13.470719) an der Lusenstraße ...

... und sind vom Parkplatz aus über den Waldhäuserriegel (1.151 m) gegangen.

< in moorigen Bereichen verlief der Weg über Bohlenstege

"GlasArche"


Das Glasgefäß wurde von deutschen Glasmachern gemacht
und die Hand von tschechischen Holzkünstlern geschnitzt.

Von der Glasarche aus sind wir über den geraden,
zum Schluss sehr steilen 'Sommerweg' zum Gipfel aufgestiegen.

Ein erster Blick zum Gipfel des Lusen — Waldbeer-Ernte - auch die Hunde bedienten sich.

Der Wald am Lusen ist von noch stehenden, toten Baumstämmen durchsetzt. Ein Anblick, der sehr gewöhnungsbedürftig ist; es sah traurig aus.
Aber auf Augenhöhe wächst zwischen den Fichtenskeletten wieder ein Jungwald mit strotzender Pflanzenwelt heran.

Die "Himmelstreppe" kurz vor dem Gipfel hatte es in sich.
Ich war gesundheitlich angeschlagen und vertrage die Höhenluft sowieso nicht. Fast hätte ich aufgegeben.
rechts: Blick zurück und hinunter zum schnurgeraden Sommerweg.

Der Gipfel des Lusen ist eine geologische Besonderheit - ein markanter riesiger Steinhaufen ungezählter übereinander getürmter Granitblöcke.
Das Blockmeer auf dem Gipfel des Lusen bedeckt eine Fläche von 200.000 qm

Die Blockhalde entstand in früheren Eiszeitperioden
durch langsames Abfließen wassergetränkter Frosterde,
die im Wechsel von Tag und Nacht auftaute und gefror.
Die kantige Form der großen Blöcke ist verursacht
durch Sprengen des freigelegten Grundgesteins
infolge nächtlichen Frostes und täglicher Sonnenbestrahlung.

Eine Legende der Einheimischen besagt, dass jeder Stein auf dem Lusen für eine Ehe im Bayerwald steht,
heraufgeschleppt von einem Ehemann, der sein Weib wieder loswerden wollte. ;-)

Vom Lusen aus hat man einen weiten Blick auf das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas.

Im Nationalpark Bayerischer Wald bleiben tote und durch Windwurf gestürzte Bäume in ihrem natürlichen Umfeld.
Die Prozesse des Werdens und Vergehens können hier ohne menschlichen Eingriff ablaufen.
Das Klima in den Hochlagen des Bayer. Waldes ist besonders rau. Die Temperaturen sind mit einem Jahresdurchschnitt von 3-4 °C niedrig.
Die Wachstumsperiode ist mit 60-70 Tagen im Jahr kurz. Während 5-7 Monaten liegen bis zu 3 m Schnee.
Unter diesen Klimaverhältnissen gedeihen nur wenige Baumarten, vor allem die Bergfichte.
Die Dynamik von Zusammenbruch und Erneuerung findet im Bergfichtenwald meist großflächig statt.
Motor hierfür sind natürliche Großereigneisse wie Sturmwurf und Massenvermehrung des Borkenkäfers.
Das Waldbild der Zukunft wird aber auch geprägt sein durch Umwelteinflüsse wie z.B. Luftschadstoffe und Klimaerwärmung.

Im Lusenschutzhaus haben wir uns für den Rückweg auf dem gleichmäßig absteigenden Winterweg gestärkt.

Zum Übernachten sind wir diesmal zum Stellplatz am Kurpark in Grafenau, Freyunger Straße (N48.854624, E13.403155) gefahren.


weiter geht's nach Neuschönau ...

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