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Besucherzaehler


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Greifswald - Deutschlands östlichste Hansestadt

Übernachtet haben wir beim Caravan Camping in der Marienstraße am Museumshafen.
Stellplatz und Sanitäranlagen verströmten den Charme eines Werkstatt-Hinterhofs. Aber für eine Übernachtung reicht's.

Dass die Marienkirche, deren Turm man auf dem rechten Bild sieht, im Volksmund "Dicke Marie" genannt wird, erklärt sich auf den ersten Blick.

malerische Ensemble am Marktplatz

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Backsteingotik in Vollendung

Der Fischerbrunnen von Jo Jastram (1928-2011) erinnert seit 1998 an den ehemaligen Fischmarkt.

Die lebensgroßen Bronzefiguren zeigen Fischer im Brunnenbecken, den Aalgreifer am Brunnenrand
und die in der Nähe an einem Fenster wartende Fischersfrau.

Dom St. Nikolai

Inschriften an der "Kapelle der Stille"

Die insgesamt 21 umlaufenden Seitenkapellen wurden von vornehmen Bürgerfamilien genutzt.

Von der mittelalterlichen Innenausstattung ist nichts erhalten außer ein paar gotischen Fresken, die bei Restaurierungsarbeiten freigelegt wurden.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Morgens haben wir das Festland wieder verlassen und sind auf die Insel Usedom gefahren.
Während es bei unserem Spaziergang durch Greifswald fast trocken war, regnete es nun wieder.
Ich hatte ja gehofft, dass das Wetter auf der sogen. Sonneninsel besser ist, aber der Regen wurde sogar noch heftiger.

Vom Seebad Ahlbeck nach Heringsdorf auf Usedom

Übernachtet haben wir beim Caravan Camping Usedom an der Gothestraße.

Trotz des schlechten Wetters sind wir sofort zu einem Spaziergang
mit den Hunden am Strand aufgebrochen. Sie brauchten Bewegung.

Das historische Seebrückengebäude von Ahlbeck (1898) ist das Wahrzeichen Usedoms.
Sein heutiges Aussehen bekam das Gaststättengebäude in den 30er Jahren.
Der 280 m lange Landungssteg entstand 1993.

Usedom hat einen 40 km langen Sandstrand. Wer endlose Sandstrände liebt, ist hier richtig. Uns waren sie zu langweilig.
Die gesamte Außenküste der lang gestreckten Insel präsentiert sich als ein einziger feinsandiger, flach ins Meer abfallender Strand.

Uns zeigte die Sonneninsel leider nur Dauerregen. Abgesehen von diesem kurzen Spaziergang am Strand verbrachten wir den Tag im Wohnmobil.

Die moderne Seebrücke aus dem Jahr 1995 weckt nicht unbedingt nostalgische Gefühle.
Früher besaß Heringsdorf mal die schönste Seebrücke, die nach dem Zweiten Weltkrieg aber verfiel und 1957 durch Brandstiftung zerstört wurde.
Heute hat Heringsdorf die modernste und mit 508 m längste bewirtschaftete Seebrücke Europas - aber schön???

Freitag, 6. Oktober 2017

Am nächsten Morgen sind wir zur Nordspitze von Usedom gefahren
und haben unser Wohnmobil während des Spaziergangs auf dem Parkplatz Kienheide (54.136897N, 13.826138E) abgestellt.

Spaziergang bei Peenemünde/Karlshagen

Ich hatte hier auf etwas mehr Natur gehofft. Aber es ist alles Sperrgebiet - entweder militärisch oder Vogelschutz.

Im Hinterland Usedoms mag es viele schöne Plätzchen geben. Die Südspitze Gnitz (Stellplatz) wäre vielleicht eine bessere Idee gewesen.
Aber am Ende unserer Reise und bei dem schlechten Wetter hatten wir keine Lust mehr zu weiteren Erkundungen.

Trotz des schlechten Wetters sah man überall am Strand regen- und wasserfeste Leute auf Bernsteinsuche.
Am Vortag war es stürmisch gewesen und sie hofften auf frisch angeschwemmte Bernsteinstücke.

Zum Übernachten sind wir zum nächsten Stellplatz in Peenemünde gefahren.

Peenemünde

Als wir in Peenemünde ankamen, besserte sich das Wetter schnell.
So konnten wir einen Hafenrundgang machen, um uns nach einem Restaurant umzuschauen.

In Peenemünde ließ Hitler seine Heersveruchsanstalt errichten: das seinerzeit größte und vielleicht modernste Hightechzentrum Europas.
Unter äußerster Geheimhaltung arbeiteten hier Wissenschaftler, Techniker und Offiziere unter der wissenschaftl. Leitung des Physikers Wernher von Braun.
- aber auch etwa 10-15.000 Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und sonstige Zwangsarbeiter mussten hier unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten.
Peenemünde ist die Geburtstätte einer der grausamsten Waffen des Zweiten Weltkrieges, die sogen. Vergeltungswaffe V2.
Die V2 war eine ballistische Rakete mit großer Reichweite und bis dato unerreichter Flughöhe -
die erste Rakete überhaupt, die am Rand des Weltalls kratzte und gegen die keine Abwehrmöglichkeit bestand.
Nach ihrem ersten Einsatz am 8. Sept. 1944 gegen Paris wurde sie vorrangig als Terrorwaffe gegen die britische Zivilbevölkerung eingesetzt.
Die kriegsentscheidende Wunderwaffe aber wurde sie, u.a. wegen ihrer geringen Treffergenauigkeit, nicht.
Der größte Teil der Anlagen wurde gesprengt. Lediglich die massiven Mauern des Werks, in dem Flüssigsauerstoff hergestellt wurde, trotzten dem Dynamit.

Das "Kleine Rakentenschiff" der ehemaligen Volksmarine ist ca. 56 m lang. — Blick über den Hafen zum Stellplatz

Das 1965 gebaute und 1994 von der russischen Marine ausgemusterte
größte dieselgetriebene U-Boot der Welt ist 86 m lang.

Nach einem leckeren Mittagessen im ital. Restaurant "Santa Maria" >
haben wir uns spontan entschlossen, die Ausstellung "Phänomenta" zu besuchen.


Phänomenta - phänomenal !

Seit dem Jahr 2000 ist die Ausstellung im ehemaligen Peenemünder Offizierskasino untergebracht.

Wie physikalische Gesetze funktionieren, kann man in der Phänomenta
an über 200 Experimenten selbst entdecken, alles anfassen und ausprobieren.

Zu jeder vollen Stunde wird eine Laser-Show geboten.

< An einigen Stationen wurden optische Täuschungen gezeigt.

Helmut im Riesenkaleidoskop

Hier wurde ein Feuer-Tornado demonstriert >

Blick in die Unendlichkeit

< Um dem Spiegelbild zu entsprechen, haben wir uns anschließend noch ein Eis gegönnt ;-)

Es hat Spaß gemacht!
Die Ausstellung hat den Tag dann doch noch gerettet.

Damit war unsere Ostseefahrt beendet.
Am nächsten Tag sind wir auf kürzestem Weg (750 km) wieder nach Hause gefahren.


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