Goldener Herbst im Altmühltal
Fossilienmuseum, Dollnstein, Konstein, Eichstätt,
Steinernes Tor, Schulerloch, Weltenburger Enge

Anfang Oktober 2014

Teil 1: Aschaffenburg, Brombachsee, Weißenburg, Solnhofen
Teil 3: Kelheim, Donaudurchbruch, Regensburg

Besucherzaehler

Der Paläozoo im Fossilienmuseum Solnhofen

Vor 147 Millionen Jahren lag das heutige Altmühltal mitten in einer subtropischen Juralandschaft. Im oberen Jura erstreckte sich in Süddeutschland ein tropisch warmes Flachmeer mit guten Lebensbedingungen für kalkabscheidende Organismen. Es entstand eine ausgdehnte Karbonatplattform, die im jüngsten Teil des oberen Jura durch zahlreiche Riffzüge und dazwischen liegende wannenartige Lagunen stark geliedert war. In den Lagunen lagerten sich dünnbankige Plattenkalke ab. Besonders lebensfeindlich waren die Lagunenböden aus klebrigem Kalkschlick. Das Fehlen von am Boden lebenden Tieren bewirkte, dass nicht nur die Feinschichtung des Sediments, sondern auch die Überreste von abgesunkenen Tierleichen erhalten blieben. Es gibt sogar Fossilien von Medusen, also Hohltieren. So entstand eine Fossilfundstelle von Weltgeltung.

Korallenfisch — Der Quastenflosser, ein Knochenfisch

Ein Rochen und ein Lanzen-Seeigel

Meereskrokodil

Die Schildkröte ist Fossil des Jahres 2014 >

Das berühmteste Fossil der Erde: Archaeopterix - der Urvogel — rechts: der der Pterodactylus, eine kurzschwänzige Flugechse
Der Urvogel ist das älteste bisher bekannte Fossil eines flugfähigen Tieres, das sowohl Merkmale von Reptilien (Zähne, Fingerklauen) als auch Vögeln aufweist.
Alle 10 bisher bekannten Exemplare stammen aus der Altmühlalb. Dieser Fund war 1860 eine Weltsensation, denn er erhärtete Darwins Evolutionstheorie.


Dollnstein im Wellheimer Trockental

Vor 2 Mio Jahren durchfloss die Urdonau von Süden kommend noch das Wellheimer Trockental und das heutige Altmühltal bis nach Kelheim.
Die Wassermassen der Urdonau schnitten sich im Verlauf von 5 Mio Jahren in die Kalktafel der Fränkischen Alb ein und schufen eindrucksvolle Felsszenerien.

Der Burgsteinfelsen bei Dollnstein ist ein beliebter Kletterfelsen

In Dollnstein haben wir direkt an der Altmühl beim Camping Dollnstein übernachtet.

Sonntag, 12. Oktober

Konstein

Die Urdonau hat hier ein breites Tal geschaffen.

Auch der Dohlefelsen ist bei Kletterern sehr beliebt.

Nachmittags ging es weiter zur Stadt der Kirchen und Klöster.


Eichstätt - die Barockstadt an der Altmühl

Zur Stadtbesichtigung haben wir unser Wohnmobil auf dem P3 Freiwasser (48°53'46.4"N 11°10'39.8"E) ganz in der Nähe der Altstadt abgestellt.

Der Residenzplatz mit dem Halbrund der einstigen Domherrnhöfe gehört zu den schönsten Stadtensembles Europas.

Schutzengel-Kirche

Nachmittags haben wir im 'Restaurant-Café im Paradeis' gut gegessen.

Rathaus und der Dom zu Eichstätt

Nach der Stadtbesichtigung haben wir das Wohnmobil zum Stellplatz Schottenau umgestellt.
Dort haben wir eine ruhige Nacht verbracht und auch für die Hunde gab
es entlang der Altmühl einen schönen Spazierweg.

Montag, 13. Oktober

Nun ging es in mehreren kleinen Etappen weiter durchs untere Altmühltal.

Erstes Etappenziel war das Felsentor bei Unteremmendorf
- eine schöne Wanderung mit den Hunden.

Der Burgstall-Torfelsen zeugt von einer versunkenen Burg,
deren Ursprung im Dunkel der Geschichte liegt.

Die Höhle geht 25 m in den Fels hinein.

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Eigentlich wollten wir der Rosenburg in Riedenburg mit ihrer Falknerei einen Besuch abstatten.
Dort gibt es täglich Flugvorführungen - außer Montags. Nunja. Es WAR Montag ...

Weiter ging die Fahrt vorbei an der Ritterburg Prunn auf ihrem 70 m hohen Jurafelsen und vorbei am Tatzelwurm, der längsten Holzbrücke Europas.


Schulerloch - eine der größten Tropfsteinhöhlen im Altmühltal

Geschaffen wurde das Schulerloch von den Wassermassen der Urdonau. Im Zuge der Alpenbildung änderte die Donau ihre Richtung und die Höhle fiel trocken.
Vor 40.000 bis 60.000 Jahren diente die Tropfsteinhöhle Schulerloch den Neandertalern in den Wintermonaten als Wohnstätte.
Auch sollen sich hier Druiden getroffen haben. Später wurde die Höhle von Freimaurern als Tempel der Natur genutzt, und leider auch umbaut.

Die große Besonderheit des Schulerlochs ist dieses einzigartige Wasserbecken auf dem rechten Bild: ein Becherstalagmit.
Bisher wurde noch in keiner anderen Höhle der Welt ein gleichartiges Gebilde so freistehend im Raum entdeckt.

Eine Fledermaus hat bereits ihr Winterquartier bezogen.


Der Höhepunkt unserer Reise: Die Weltenburger Enge

Mittags kamen wir auf dem Stellplatz P3 am Pflegerspitz in Kelheim an und haben gleich eine Schiffsfahrt zur Weltenburger Enge gebucht.
Doch erst einmal brauchten die Hunde wieder etwas Bewegung.
Direkt neben dem Stellplatz gibt es vor dem Damm an der Donau eine Wiese, wo wir die Hunde toben lassen konnten.

Um 14 Uhr ging es los.

Auf dem Michelsberg thront weithin sichtbar die Befreiungshalle.

Der Donaudurchbruch ist eine Landschaft von sanfter bis bizarrer Schönheit. Auf dem Schiff konnten wir die grandiose Schönheit des Donaudurchbruchs
in Ruhe auf uns wirken lassen und genießen. Die Fahrt bis zum Kloster Weltenburg dauerte 40 Minuten.

Das Benediktinerkloster Weltenburg ist das älteste Kloster Bayerns.
Es wurde im Jahre 620 gegründet und im 18. Jhtd. von den Gebrüdern Asam zu einer Perle des europäischen Barocks umgestaltet.
Es zählt heute zu den bedeutendsten Kirchen des Barock.

Die grandiose Innenausstattung von St. Georg ist "theatrum sanctum" (heiliges Theater) in Vollendung.
Die Bevölkerung war in früheren Zeiten oft nicht des Lesens kundig. Besonders erzählfreudig zeigt sich der Barock.

— Auf dem linken Bild steigen die Menschen links in den Himmel auf, während sie rechts hinab zur Hölle fahren.
Vielsagend: links sieht man Männer, rechts Frauen ...
— Auf dem mittleren Bild sieht man den sterbenden St. Benedikt. Er wollte während eines Gottesdienstes sterben
und man sieht hier, wie Strahlen von ihm zum Himmel gehen, in denen seine Seele in Form eines Kindes aufsteigt.
— Das rechte Foto zeigt die Ankunft von Benediktinern in Amerika mit dem Schiff "Santa Maria" des Christoph Columbus im Jahre 1492.
Mit dem Schiff kam die Kirche auf den neuen Kontinent und ließ die Dämonen des Landes in die Fluten stürzen.

Die Rückfahrt nach Kelheim dauerte flussab nur 20 Minuten.

Statue des hl. Nepomuk >

Nicht die Urdonau, sondern ein kleiner Nebenfluss grub sich immer tiefer in die massiven Jurafelsen zwischen Weltenburg und Kelheim.
Die Urdonau floss damals noch im Unterlauf des heutigen Altmühltals. Vor 150.000 Jahren vereinigten sich der Nebenfluss und die Urdonau.
Die heutige Donau legte sich quasi ins 'gemachte Bett', übernahm das Flussbett und zwängt sich bis heute durch die Weltenburger Enge.

Vorbei an der 'Langen Wand' und dem 'Römerfelsen' - die tiefste und engste Stelle der bayerischen Donau.
An dieser Stelle ist die Donau ganze 80 Meter breit, dafür aber 20 Meter tief, gesäumt von bis zu 100 Meter hohen Felsen zu beiden Seiten des Flusses.

Es war eine faszinierende Flussfahrt, die viel zu schnell zu Ende ging ...

Wir hatten seit dem Frühtück noch nichts gegessen. Gleich neben dem Stellplatz gab es in der Sport-Insel einen tollen Italiener.
Die Pizzen waren super lecker und groß wie ein Wagenräder!


weiter geht's nach Kelheim und Regensburg ...


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