Die "Perlenkette" am Nordharz

Juni 2015

Wernigerode, Rübeländer Tropfsteinhöhlen, Blankenburg (Teufelsmauer, Burg Regenstein)

Besucherzaehler

Montag, 8. Juni 2015

Eigentlich wollten wir in Wernigerode auf dem Anger parken.
Doch dort war gerade Kirmes, so dass wir auf den offiziellen Stellplatz am Katzenteich ausweichen mussten.

Wernigerode - die bunte Stadt am Harz

Das Schloss thront wie ein verwunschenes Märchenschloss hoch über Wernigerode

Ursprünglich war Schloss Wernigerode eine mittelalterliche Burg,
die den Weg der deutschen Kaiser auf deren Jagdausflügen sichern sollte.
Es wurde mehrmals umgebaut und präsentiert sich heute im Stil des Historismus.

Der Brunnen auf dem Nikolaiplatz soll die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft symbolisieren
Der Ast kommt aus der Vergangenheit, die Kugel steht für die Gegenwart und
die Zukunft wird durch den auf einer Säule sitzenden Nikolaus von Myra (13.Jhdt.) dargestellt: "Je mehr du abgibst, umso reicher wirst du"
Auf dem Ast sieht man Hexen, Götterbote Merkur, Luther, Napoleon und Christian IV. von Dänemark (1626), Goethe und Mephisto, sowie Heinrich Heine und Ilse.

Das prachtvolle Wernigeröder Rathaus wurde erstmals im Jahr 1277 erwähnt.
Es diente ursprünglich als "Spelhus", als Vergnügungsstätte für Tanz-, Gauklerspiele und Hochzeitsfeierlichkeiten.

Der 1848 in der Eisengießerei Ilsenburg gegossene Wohltäterbrunnen mit seinen Gedenktafeln soll an Menschen erinnern,
die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben.

 

Das Kleinste Haus von Wernigerode wurde Mitte des 18. Jhdt. im barocken Fachwerkstil erbaut.
Das Haus misst bis zur Dachtraufe 4,20 m, ist 2,95 m breit und hat eine 1,70 m hohe Tür. Der einzige Raum hat eine noch nicht mal 10 qm große Wohnfläche.
In den 20er Jahren des 19. Jhdt. bewohnte ein Postschaffner mit seiner Frau und zahlreichen Kindern das Gebäude.

Das Schiefe Haus von Wernigerode hat mit 7 % fast doppelt so viel Neigung wie der Schiefe Turm von Pisa.
Es wurde 1680 als Walkgebäude für die Tuchmachergilde errichtet.
Die Strömung des damals noch offenen Mühlgrabens umspülte die Grundmauer, wodurch sich die Ostfassade senkte.

Farbenprächtige Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild von Wernigerode.

Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen zählen zu den ältesten Schauhöhlen Deutschlands.
Seit 1646 finden in der Baumannhöhle Führungen statt.

Die Herrmannhöhle fasziniert seit 1866 vor allem mit einer Kristallkammer mit funkelnden Calzitkristallen.
Im Olmensee haben wir sogar einen sehr seltenen Grottenolm sehen können.

Ich hatte in Rübeland auf Auslaufmöglichkeiten für die Hunde gehofft, aber in dem engen Tal konnten wir nur entlang der Durchgangsstraße etwas laufen.
So ging es nach der Besichtigung der beiden Höhlen gleich weiter.

In Blankenburg fanden wir endlich wieder einen hundetauglichen Stellplatz hinter dem Kiosk.

Der kleine Stellplatz liegt zentral direkt neben den Schlossgärten und am Anfang der langen Teufelsmauer.
Hier kamen die Hunde wieder zu ihrem Recht.

Barocke Schlossgärten und Parks in Blankenburg

Auf dem rechten Bild erkennt man im Hintergrund des Terassengartens den Prinzessinnenturm und die Obere Mühle.
Die Freitreppe in der Mitte, an deren Enden sich jeweils Brunnenplätze befinden, ist 35 m lang.

Der eindrucksvolle barocke Lustgarten wurde 1718 nach französischem Vorbild angelegt.

Das Kleine Schloss wurde ursprünglich als Gartenhaus für die frühere Herzogin Christine Luise 1725 erbaut.
rechts: Blütenpracht im Berggarten jenseits der mittelalterlichen Stadtmauer

Toben im Schlosspark ...

... und im Fasanengarten mit seinen modernen, überdimensionalen Fasanenfedern aus Stahl

Mit über 107 Hektar ist das Ensemble eines der größten und ältesten seiner Art in Sachsen-Anhalt.

Dienstag, 9. Juni 2015

Wanderung entlang der Teufelsmauer bei Blankenburg

Großvaterfelsen

Blick vom Großvaterfelsen zum Großen Schloss (erbaut 1705-1731) mit seinem Schlosspark.

Zwischen Blankenburg und Timmenrode versteckt sich die Teufelsmauer im Wald.

< die Gewittergrotte

Das "Hamburger Wappen"

Die Felsformation nahe Timmenrode erinnert an die Türme im Wappen der Hansestadt Hamburg.

Mittags haben wir dann die Burg- und Festungsanlage Regenstein besucht:

Der Regenstein war vom 12. bis 15. Jhdt. Herrschaftsmittelpunkt der gleichnamigen Grafschaft,
deren Machtfülle den größten Teil des Nordharzes und seines Vorlandes umfasste.

Als Besonderheit gilt die aus dem Sandstein herausgearbeitete Architektur mit ihren heute noch erhaltenen Felsräumen und Gräben.
Mit seinen aus dem Sandstein herausgehauenen Kammern ist der Fels löchrig wie ein schweizer Käse.

Nach Norden fällt die Steilwand 75 m in die Tiefe ab.

1167 wurde die Burg erstmals erwähnt, 1758 wurde die Burg der rauflustigen Grafen auf Anordnung von Friedrich dem Großen geschleift.

Nachmittags stand noch ein weiterer, besonders attraktiver Teil der Teufelsmauer auf dem Programm ...


weiter geht's nach Quedlinburg ...


Keine Navigationsleisten am Bildschirmrand?
Sorry, hier gehts zur Navigation