Besucherzaehler

Donnerstag, 4. Juni 2015

Nach dem Frühstück ging es gleich weiter zu einem weiteren El Dorado für Fachwerk-Fans.
Während die Hunde im Wohnmobil auf dem Stellplatz der Iberg-Gaststätte auf uns warteten, haben wir uns den kleinen Ort genauer angesehen.

Hornburg - ein romantisches Fachwerkstädtchen

Die Altstadt stellt mit ihren annähernd 400 Fachwerkhäusern
ein einzigartiges mittelalterliches Kleinod dar.

< Die 1604 erbaute Hagenmühle ist neben der Wassermühle Erkerode
die einzige erhaltene Wassermühle im Landkreis Wolfenbüttel.

Seine Blütezeit erlebte Hornburg im 16. Jahrhundert, als es durch Hopfenanbau zu beträchtlichem Wohlstand kam.
Dieser großen Ära verdankt Hornburg seine reich verzierten Renaissance-Fachwerkhäuser mit den überkragenden Stockwerken und Schmuckbalken,
die mit ausgemalten Fächerrosetten, Fächerfriesen und Spruchbändern reich verziert sind.

Das Neidhammelhaus von 1563 wurde 1972 durch Brandstiftung fast ganz vernichtet. Nur die wertvolle Schmuckfassade war stehen geblieben,
musste aber abgerissen werden.
1995 wurde die bis dahin eingelagerte, denkmalgeschützte Fassade
unter strengsten denkmalschützerischen Auflagen vor einen Neubau gesetzt und konnte so an Ort und Stelle erhalten bleiben.

Auf der großen Stellplatz-Wiese konnten die Hunde anschließend ausgiebig toben.

Dann ging es gleich weiter nach Goslar, wo wir für unser Reisemobil während der Stadtbesichtigung
auf dem Stellplatz an der Berta-von-Suttner-Straße ein schattiges Plätzchen fanden.

Kaiserstadt Goslar

Als erstes bot sich die Marktkirche St. Cosmas und Damian zu einem Besuch an.
Die beiden Heiligen waren zwei frühchristliche Ärzte, welche im 3. Jahrhundert in Kleinasien viele wundersame Heilungen von Kranken vollbracht haben sollen.

rechts: das von Putten getragene Taufbecken aus Messing (1573, Margnus Karsten)

links: Der aus dem Jahre 1659 stammende kunstvolle Hochaltar zeigt Szenen aus dem Ostergeschehen.
Mitte: spätromanisches Fenster von 1250 mit Szenen aus dem Leben und Martyrium der Heiligen Cosmos und Damian
rechts: Die Orgel wurde 1970 von Schuke errichtet und 2012 von den Orgelbauern Hartwig und Tilmann Späth (Freiburg) umgebaut, renoviert und erweitert.

Renaissance-Kanzel (1581, Hans Seek)

Der Marktplatz mit dem gotischen Rathaus und dem 900 Jahre alten Marktbrunnen.
Der Brunnen ist wohl der älteste erhaltene Bronzeguss der Romanik. Er wird gekrönt vom Reichsadler, dem Wahrzeichen Goslars.

Eins der imposantesten Gebäude ist die Kaiserworth, das frühere Gildehaus der Tuchhändler, mit seinen barocken Kaiserfiguren in der gotischen Fassade.

^ Das Dukatenmännchen hockt unter der Göttin des Überflusses.

 

Vom der Kaiserpfalz vorgelagerten Dom ist nach seinem Abriss wegen Baufälligkeit 1819 nur die Domvorhalle erhalten geblieben.
Der "Kaiserstuhl" mit seinen reich geschmückten Sandsteinschranken, Thronsessel der Kaiser und Könige, war Mittelpunkt des Deutschen Reiches.
Neben dem berühmten Thron Karls des Großen im Aachener Dom ist der Kaiserstuhl in Goslar der einzige Thron eines deutschen Kaisers,
der seit dem Mittelalter bis heute erhalten blieb.

Die Kaiserpfalz wurde zwischen 1040 und 1050 erbaut.
Über 200 Jahre lang wurde hier auf zahlreichen Reichsversammlungen und Hoftagen deutsche Geschichte geschrieben.
13 Könige und Kaiser hielten in der Kaiserpfalz Hof.

Zum Abschluss haben wir uns bei den Klängen des Glockenspiels (Steigerlied) des Kaiserringhauses am Marktplatz noch ein sehr leckeres Eis gegönnt.

Da es für die Hunde am Stellplatz Füllekuhle keine Auslaufmöglichkeiten gab, sind wir zur Übernachtung weiter gefahren zum Stellplatz Bad Harzburg.
Dort gab es für die Hunde endlich einen Spaziergang im Wald.

Freitag, 5. Juni 2015

Bad Harzburg
Wanderung zur Rabenklippe

Die prämierte "Luchstour" ist 16,4 km lang und führt überwiegend über breite Schotterwege, sogen. Wanderautobahnen. Nunja. Unser Geschmack war das nicht.
Außerdem war die sparsame Beschilderung dieses Premiumweges gewöhnungsbedürftig. Nicht nur wir waren immer wieder verwirrt und hätten uns fast verlaufen.

Aussicht am Kreuz des Deutschen Ostens

Blick zum Brocken

Hier sieht man überall 50-60jährige Fichtenplantagen,
die vom Borkenkäfer befallen wurden und absterben.
So hilft die Natur sich selbst.
Man kann nur hoffen, dass dort in Zukunft Laubbäume wachsen werden.

< die Rabenklippe

Leider haben wir an der Aussichtsplattform neben dem Luchsgehege
keine Luchse gesehen.

Im Eckertal und unter der Ahlsburg

Da uns diese Wanderung doch sehr enttäuscht hat, haben wir auf eine weitere Wanderung bei Bad Harzburg verzichtet und sind abends weiter gefahren ins Ilsetal.
Eine richtige Entscheidung!

Der große Stellplatz Ilsenburg liegt sehr ruhig und eignet sich ideal als Startpunkt für Wanderungen im schönen Ilsetal. Dort haben wir uns gleich wohlgefühlt.
Hier wollten wir nach den anstrengenden Besichtigungen ein paar ruhige Tage verbringen. Zeit hatten wir genug ... oder?

Ilsetal

Samstag, 6. Juni 2015

Während Helmut eine Radtour im Harzvorland bei Ilsenburg machte, habe ich den ganzen Tag gefaulenzt. Wir hatten ja noch sooo viel Zeit!

Doch wir hatten die Rechnung ohne Chili gemacht ... :-(

Sie wurde früher als erwartet läufig. Und da wir sie diesmal belegen wollten, wurde es plötzlich eng.
Vom 1. Tag der Läufigkeit bis zum Decktermin dauert es ca. 12-13 Tage. Der Deckrüde stand bei Wismar, oben an der Ostsee - von unserem Heimatort über 500 km entfernt. Wir mussten also unsere Harzreise schnell zu Ende bringen und nach Hause fahren, um vorher wenigstens das Nötigste noch zu erledigen, bevor es gleich wieder hoch in den Norden geht.

Doch ein paar Tage Zeit blieben uns noch.

Sonntag, 7. Juni 2015

Wanderung über den Heinrich-Heine-Weg durchs Ilsetal und zum Waldgasthaus Plessenburg
Länge: 13 km, ca. 300 Höhenmeter

Das wildromantische Ilsetal ist eines der schönsten Harztäler.

Die abwechslungsreiche Wanderung über den Heinrich-Heine-Weg war ganz nach unserem Geschmack.

Die Ilse entspringt nahe des Brockens auf 890 m Höhe.

Auf fast 1 km Länge überfließt die Ilse einen Höhenunterschied von 120 Metern
und stürzt dabei rauschend über kleinere und größere Wasserfälle Richtung Tal.

Die Ilsewasserfälle am Bremer Weg

Von der Paternosterklippe (522 m ü. NHN) aus hat man eine herrliche Aussicht über das Ilsetal.

Der Ilsestein (473 m ü. NHN), auf dem sich im 11. Jhdt. eine kaiserliche Burg befand,
ist eins der Wahrzeichen Ilsenburgs.
>

An beiden Tagen haben wir in der "Alt-Ilseburger Nagelschmiede" sehr gut gegessen.

Wir wären gerne noch länger auf diesem einfachen, aber schönen Stellplatz geblieben. Doch für einen weiteren faulen Tag war nun keine Zeit mehr.
Am nächsten Morgen ging es ...


... weiter nach Wernigerode ...


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