Keine Navigationsleisten am Bildschirmrand?
Sorry, hier gehts zur Navigation

Bizarre Felsen, wilde Schluchten
im Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall, Kuhstall, Obere Schleuse,
Thorwald-Wände, Hickelhöhle und Hinteres Raubschloss

Juni 2014

Teil 1: Weimar, Festung Königstein, Lilienstein, Gamrig, Bastei
Teil 2: Schrammsteine, Affensteine, Carola-Felsen
Teil 4: Kleinhennersdorfer Stein, Papststein, Gorisch, Pfaffenstein
Teil 5: Herkulessäulen im Bielatal, Dresden

Besucherzaehler

Lichtenhainer Wasserfall
Donnerstag, 5. Juni

Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein wichtiger Ausgangspunkt für vielfältige Wanderungen ins Affensteingebiet,
zum Kuhstall und in den kleinen Zschand.

Der Lichtenhainer Wasserfall wird regelrecht inszeniert. Alle 30 Minuten ertönt Musik.
Wenn die Musik verstummt, wird der Schieber des Staubeckens geöffnet und das Wasser ergießt sich über die Steine.

Ein etwas anderer "Kuhstall"

Wie immer hatten wir schon am Vorabend unser Wohnmobil umgestellt. Hier am Lichtenhainer Wasserfall ist die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn.
Dort gibt es einen schönen großen Parkplatz und auf der Terasse des Restaurants gibt es gutes Essen.

Die Kirnitzschtalbahn wurde 1898 eröffnet und ist mit 8 km Streckenlänge die kleinste Straßenbahnlinie Deutschlands.

Gleich nach dem Frühstück sind wir über die Kuhstallstraße zum Neuen Wildenstein mit dem Kuhstall gewandert, einem imposanten Felsentor.
Wenn man durch das Tor hindurch geht, führt links eine Spalte zur Himmelsleiter, über die man zum Aussichtspunkt auf dem Felsen gelangt.

Der ganze Felsen ist hier von oben bis unten gespalten und das Tageslicht schimmert nur spärlich zwischen die senkrechten Wände.
Die Himmelsleiter hat 109 schmale Metallstufen und teilweise recht viel Luft darunter - das war eine echte Mutprobe für die beiden Hündinnen.

Wegen der Enge ist die Himmelsleiter durch die Ritterschlucht eine Einbahnstraße, auf der kein Gegenverkehr möglich ist.
Der Abstieg erfolgt auf der anderen Seite des Felsens über eine Treppe. Dieser Auf-/Abstieg (neben dem Gasthaus) ist für Hunde problemlos.

Im Hintergrund sieht man die langen Bärenfangwände des Kleinen Zschand >

Das sächsische "Monument Valley"
Blick auf die Affensteine, Schrammsteine und im Hintergrund die Tafelberge.
Vorne rechts erkennt man andeutungsweise den Alten Wildenstein,
dahinter die Große Liebe und den Falkenstein.

Durch's Schneiderloch mussten wir als echte "Schneiders" natürlich auch krabbeln.
Der Wegweiser schien hier hin zu zeigen - nur - das war gar nicht das Schneiderloch
Im richtigen Schneiderloch kriecht man wohl erst in den unteren Teil einer Höhle
und steigt über Metallklammern durch das Schneiderloch hoch zum oberen Höhlenteil.
Nunja, nett war es hier auch. Und mit den Hunden wäre das sowieso nicht möglich gewesen.

Wildromantisch wurde es dann beim Abstieg durch die Nasse Schlucht neben der "Hebamme".

Zum Schluss wurde es für die Hunde doch noch schwierig. Aufwärts hätten sie die Treppe auf dem unteren Bild sicher nehmen können.
Aber abwärts war sie zu steil. So musste ich einen Umweg für sie suchen, der zum Glück zwischen den Felsbrocken schnell gefunden war.

Über den hinteren Kuhstallweg sind wir dann wieder zum Wohnmobil zurück gekehrt.

Romantische Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse

Mittags ging es gleich weiter nach Hinterhermsdorf. Dort mussten wir im Dorfladen erst mal unsere Vorräte auffüllen.
Vom schön begrünten Parkplatz an der Buchenparkhalle ging es dann zu Fuß runter in die Kirnitzschklamm.

1567 ließ der sächsische Kurfürst hier die Kirnitzsch anstauen, um in dieser waldreichen Gegend die Holzflößerei zu ermöglichen.
Im Frühjahr und Herbst wurde die Schleuse geöffnet, und dann riss die Flutwelle die Holzstämme die Kirnitzsch hinab bis zur Elbe.

Seit 1879 kann man sich auf dem gestauten Wasser mit dem Kahn fahren lassen.
Die Rindenhütte an der Bootsstation steht sogar unter Denkmalschutz.
Während der Wartezeit kann man dort auch einen kleinen Imbiss einnehmen ... oder man genießt einfach die Stille.

Durch das ruhige Wasser hat diese Schlucht eine ganz besondere Atmosphäre
- geradezu mysthisch.

Kein Windhauch kräuselt das Wasser und stört die Spiegelung.

Nach kurzer Wartezeit ging es los. Ruhig gleitet der Kahn über die Wasserfläche, vorbei an steilen Hängen mit vielfältiger Vegetation.

Die geruhsame Kahnfahrt durch die wildromantische, ursprüngliche Kirnitzschklamm war ein ganz besonderes Erlebnis.
Bei jeder Biegung ändern sich die schönen Bilder, wie man sie in keinem anderen deutschen Mittelgebirge findet.

Die Grenze zu Tschechien verläuft hier in der Mitte der Kirnitzsch.

Der kleine Stausee hat eine Wassertiefe von 1-7 Meter.

Nach 700 m und ca. 20 Min. Fahrt ist die Staumauer erreicht.
Hier befindet sich mit nur 4,50 m die engste Stelle der Klamm.

Blick hinunter in die Schlucht. >

Zum Buchenhallen-Parkplatz geht es natürlich wieder bergauf - steil bergauf. Man kann einen bequemen Weg wählen,
oder man steigt über eine ausgesprochen steile Stiege durch eine sehr enge, dunkle Felsspalte zum Hermannseck auf.

Thorwald-Wände, Hickelhöhle und Hinteres Raubschloss
Freitag, 6. Juni

Vom Parkplatz an der Neumannmühle führt die Zschandstraße durch ein enges, wildes Tal. Autos fahren hier keine.
Zwischen den Felsen ist es immer kühl. Die Felswände haben beeindruckende Formen und sind mit Moos überzogen.

Hundewanderung entlang der Thorwald-Wände
 

Ziel war die Hickelhöhle im Großen Zschand
Die Hickelhöhle ist die zweitgrößte Höhle in der Sächsischen Schweiz. Sie ist 45 m breit und 12-14 m tief.

Dann ging es durch das Tal des Großen Zschand wieder zurück und die Hündinnen freuten sich über die Erfrischung in der Kirnitzsch.

Zum Winterstein, der im Volksmund auch Hinteres Raubschloss genannt wird, konnten die Hunde nicht mitgehen.

In einer großen Klufthöhle steht eine hohe, frei stehende Leiter. Der luftige Leiteraufstieg erfordert etwas Schwindelfreiheit.

Die einstige Burg auf dem Winterstein wurde um 1200 gegründet und sicherte die "Hohe Straße", die als alte, wichtige Handelsstraße
Schandau und Zittau verband. Im 15. Jhdt. betrachtete der Raubritter Recke vom Winterstein die Burg als Herrensitz
und überfiel
die Warenzüge des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. 1442 wurde ihm das Handwerk gelegt und die Burg abgerissen.
Die Bezeichnung Raubschloss entstand erst durch den Tourismus.
rechts: der Teichstein

Blick vom Raubschloss über den Neuen Wildenstein (zu dem der Kuhstall gehört) zum Pfarrberg und der Ortschaft Lichtenhain rechts.
Auf dem rechten Bild kann man bei genauerem Hinschauen den dunklen Kuhstall erkennen (s. Pfeile auf beiden Bildern).
Das Tor wird etwas durch die beiden Bäume verdeckt, die man auf den Bildern ganz oben beim Blick durch das Felsentor sieht.


weiter geht's zu den Tafelbergen ...

Keine Navigationsleisten am Bildschirmrand?
Sorry, hier gehts zur Navigation