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Samstag, 26. Sept. 2015

Nach der Übernachtung auf dem Wanderparkplatz am Beuthenfall ging es nach dem Frühstück gleich los ...

Über die Häntzschelstiege auf das Lange Horn, zu Fernsichten an Carolafelsen, Wentzelwandaussicht und Idagrotte

Schwierigkeit Stufe 3: anspruchsvolle Kletterei an Eisenklammern in steiler Wand.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.

Klettersteigcharakter, Begehen nur aufwärts möglich.

Die Häntzschelstiege ist die einzige Stiege der Sächsischen Schweiz, die durch ihren Ausbau mittels Stahlseilen den Charakter eines Klettersteigs erhalten hat.
Der Aufstieg über die Eisenklammern und senkrechten Leitern, im oberen Teil in einer engen Felsenkluft, gehört für den Wanderer zu den anspruchsvollsten Touren der Sächsischen Schweiz. Krönende Höhepunkte der Wanderung bilden außerdem der bekannte Carolafelsen und der Quergang auf einem Band, hoch über dem Abgrund, zur Idagrotte am Frienstein.

Immer wieder beeindruckend:
vor uns erhebt sich einer der gewaltigsten Felsentürme
der Sächsischen Schweiz: der Bloßstock mit seiner 90 m hohen Nordwand.

Wir folgten nicht der Wandermarkierung, sondern dem grünen Bergpfad-Pfeil nach rechts.
Der Bloßstock ist dort auch seitlich zu sehen und es ist erstaunlich,
wie wenig Tiefe diese riesige Wand eigentlich hat.

Hinter dem Bloßstock erhebt sich, durch eine hohe Scharte getrennt, der Kreuzturm.

An einer Weggabelung zweigt die Häntzschelstiege links ab und beginnt erst einmal mit einigen steilen Holzleitern.
Bald erreichten wir den eigentlichen Einstieg in den unteren Teil. Die ersten 3 Meter musste man ohne Hilfe überwinden, dann kamen die ersten Eisenklammern.
Die Eisenklammern sind eine große Hilfe, so dass das Begehen trotz der ausgesetzten, steilen Kletterstellen einfacher ist, als ich dachte.

Der ausgesetzte Quergang mit Tiefblick hinunter zum Einstieg verlangt Schwindelfreiheit; dann geht es über eine Rinne hinauf in eine Einschartung.

Nachdem der untere Teil der Häntzschelstiege überwunden ist,
hat man von einem Plateau neben der Stiege eine gute Aussicht
zur markanten Brosinnadel, der Hohen Liebe und dem Falkenstein im Hintergrund.

Über Eisenleitern und Stufen geht es dann hinauf auf die Obere Affensteinpromenade,
wo man den Felsspalt schnell findet, >
in dem sich der Einstieg in den oberen Teil der Häntzschelstiege befindet.

Im hintersten Winkel der sehr engen, dunklen Felsspalte führen die Eisenklammern steil nach oben zum Licht.
Dann geht es über eine fast senkrechte Eisenleiter vom Felsinnern in eine Kluft.

Die Kluft wird nach links überschritten und
dann geht es über einen letzten Steilaufschwung
aus dem Kamin hinauf zum Langen Horn.

'luftiger' Schlussaufstieg der Stiege mit Tiefblick ins Große Bauerloch >

Nach dem interessanten Aufstieg kann man eine prächtige Aussicht zu den Schrammsteinen, dem Falkenstein und der Hohen Liebe genießen.
Der eigenartig geformte Felsen ganz rechts ist der Leuchterweibchen-Vorkopf.

Nun haben wir den höchsten Punkt des Langen Horns erreicht und uns eine Rast auf dem Riff redlich verdient.

Nachdem wir noch einige kleinere Klüfte überwunden hatten, wurde der Weg langsam immer breiter und mündete schließlich auf den Reitsteig.

Dem Reitsteig sind wir nach rechts gefolgt und nachdem es kurz abwärts und über Treppen, eine Holzleiter und einige Felsstufen wieder aufwärts ging,
erreichten wir das Gipfelplateau des Carolafelsens.

Auf dem weitläufigen Plateau des Carolafelsens herrscht immer viel Betrieb.
Hier hat man eine beeindruckende Aussicht in den Kessel des Großen Doms und
hinüber bis zu den Nordwänden der Schrammsteine bis hin zum Hohen Torstein und zum Falkenstein.

Hinter dem Falkenstein erkennt man schemenhaft noch den Lilienstein und hinter dem Großen Torstein die Festung Königsstein.

Vom Carolafelsen gingen wir wieder zurück zum Reitsteig, dem wir nun in Richtung Winterberg zur grandiosen Wentzelwandaussicht folgten.
links: die Felsenriffe der Schneeberger Aussichten und der Große Winterberg — rechts: die Wentzelwand

Zurück auf dem Reitsteig kamen wir schon bald an den Abzweig zum Frienstein.

Über Holzstufen ging es hinab in einen moos- und farnbewachsenen Felskessel,
wo man auf die obere Affensteinpromenade traf.

Vorbei an der überdachten Quelle des Friensteinflössels
ging es über einige Stufen hinauf zum Fuß des nahen Friensteins.

Blick zum Alten Wildenstein und nach Lichtenhain

Wieder einmal ging es unter einem Klemmstein hindurch.

Das Plateau vor der Idagrotte bietet atemberaubende Fern- und Tiefblicke.

Im Volksmund wird der Frienstein auch als "Vorderes Raubschloss" bezeichnet.
In der Idagrotte sind noch Spuren der mittelalterlichen Nutzung als Burgwarte zu finden.

Der Fels mit dem Namen "Grottenwart" scheint tatsächlich die Idagrotte zu bewachen.
Die Idagrotte ist nur über ein schmales, ausgesetztes Band zu erreichen,
auf dem Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt erforderlich sind. >

der Neue Wildenstein mit dem "Kuhstall" — die Lorenzsteine, dahinter der Weifberg mit Turm, ganz rechts oben die kleine Winterberg-Barbarine

Auf langen Stufenreihen ging es auf der Friensteinstiege hinunter ins Tal.

Über Königsweg, Heideweg und Dietrichsgrund sind wir dann
zurück zu unserem Parkplatz am Beuthenfall gewandert.

Geparkt haben wir am Beuthenfall.
Von dort ist es nicht weit zum Lichtenhainer Wasserfall,
wo wir auf der Veranda/Terasse des Gasthofes gut gegessen haben.

 


 

Am nächsten Tag sind wir wieder zurück nach Hause gefahren.
Es hat uns in der Sächsischen Schweiz wieder sehr gut gefallen
und wir werden sicher noch mal wiederkommen.

 


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