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Freitag, 29. September 2017

Kap Arkona

Geparkt haben wir auf dem Großparkplatz in Putgarten

Alter und neuer Leuchtturm auf Kap Arkona

Wegen der gefährlichen Untiefen am Kap wurde an der Stelle einer früheren Leuchtbarke
in den Jahren 1826 und 1827 der quadratische Leuchtturm aus rotem Backstein
nach dem Entwurf von K.F. Schinkel gebaut. - >
Der Schinkelturm war von 1828 bis 1905 in Betrieb.
Der 23 m hohe Turm hat eine Feuerhöhe von 66 m über NN.
Sein Leuchtfeuer war 8 Seemeilen weit sichtbar.

Als der neue Leuchtturm 1901/02 in Betrieb genommen wurde, ist gleichzeitg der Schinkelturm außer Betrieb gestellt worden.
Das neue Leuchtfeuer ist 24 Seemeilen weit sichtbar.

Der ehemalige Marinepeilturm unmittelbar neben dem slawischen Burgwall wurde 1927 in Ziegelbauweise errichtet und diente als Seefunkfeuer.
Die technischen Einrichtungen des 23 m hohen Peilturms wurden 1945 zerstört. Heute stellen in der modernen Glaskuppel bildende Künstler aus.
Hinter dem Peilturm sieht man die Reste des Burgwalls der slawischen Jaromarsburg, die gerade einmal ein drittel der ehemaligen Gesamtanlage darstellen.

Die steile Königstreppe und der Strand direkt am Kap waren wegen Abbrüchen gesperrt, die Veilchentreppe bei der Jaromarsburg dagegen begehbar.
Auf dem rechten Bild sieht man den Kreidefelsen unterhalb des 1107 durch dänische Truppen zerstörten slawischen Burgwalls.

Das Steilufer am Kap Arkona besteht im unteren Teil aus Schreibkreide mit Feuersteinbändern. Darüber liegen Schichten eiszeitlicher Ablagerungen.
Das Kliff am Kap Arkona zählt zu den am meisten von der Abtragung betroffenen Steilufern an der deutschen Ostseeküste.
Bei starker Durchfeuchtung quellen Mergel, Lehm und Ton und neigen dann zu Rutschungen, die zerklüftete Schreibkreide zu Abbrüchen.
Das lose Material am Strand wird von der nächsten Sturmflut fortgetragen.
Die bis zu 42 m hohen Steilufer weichen hier durchschnittlich um ca. 20 cm pro Jahr zurück.

In der Steilküste haben Uferschwalben (Riparia riparia) gebrütet.

Das idyllische Fischerdörfchen Vitt gehörte schon im 10. Jhdt. als Hafen- und Handelsplatz zur slawischen Burganlage Arkona.
Im romantischsten Ort Rügens drängen sich 13 rohrgedeckte Häuser in einer malerischen Schlucht, die sich zwischen Steilufern zum Meer hin öffnet.

Der Name Vitt kommt vom Wort Vitten (Ufereinschnitt).

Sanddorn - die Zitrone des Nordens. — Blick auf Putgarten
Wir haben auf Rügen vor allem Sanddornsaft getrunken ... lecker.
Sanddornprodukte sind eine Spezialität Rügens. Es gibt ihn kalt oder heiß als Saft, Marmelade, Senf, Tee, Likör und destilliert als Geist.

Jasmund - Lohme

Übernachtet haben wir auf dem Stellplatz am Dorfladen von Lohme.
Der kleine, direkt an der 70 m hohen Steilküste gelegene Ort, ist ein ausgezeichneter Standort, um den Nationalpark zu erkunden.
In dem ehemaligen Fischerdorf kommt keine Bäderhektik auf, denn der kiesige Strand eignet sich eher für einen Spaziergang als zum Baden.
Aber gerade die Beschaulichkeit macht den Charme Lohmes aus.

Abends haben wir noch einen kleinen Spaziergang mit den Hunden zum Hafen gemacht.
Der Findling "Schwanenstein" gehört mit einem Gewicht von 162 t und einer Größe von 60 Kubikmeter zu den größten sichtbaren Geschiebesteinen auf Rügen.
Der Sage nach werden die Babys auf Rügen im Winter vom Schwan gebracht. Bis dahin sind die Kinder im Stein verborgen.

Eine Treppe mit 214 Stufen führt hinunter zum Yachthafen von Lohme. Von dort aus kann man bis nach Kap Arkona sehen.


Samstag, 30. September 2017

Königsstuhl

Der Hochuferweg beginnt direkt hinter dem Stellplatz und führt von Lohme aus am Königsstuhl vorbei bis nach Sassnitz.
Dabei
führt er entlang der Steilküste durch zahlreiche Schluchten und über Bäche.

Der strahlend weiße Königsstuhl ist das Wahrzeichen Rügens. Eine gute Sicht auf den Königsstuhl hat man von der Viktoriasicht aus.

Der Legende nach kam der Königsstuhl so zu seinem Namen:
1715 ließ der Schwedenkönig Carl XII seinen Stuhl auf den Felsen stellen,
um von der Höhe aus das Seegefecht zwischen seinen Schiffen
und denen der Dänen zu beobachten.

Die 456 Stufen vom Königsstuhl hinab zum Strand waren wegen Abbrüchen leider gesperrt.

Durch frische Uferabbrüche war es leider nicht möglich,
über den Kiesstrand unterhalb der Kliffs zu wandern.

Die abgebrochene Kreide färbt die Ostsee türkis.

Schreibkreide bildet auf Jasmund ein rund 12 km langes Steilufer.
Die Kreide ist eine ca. 67 Mio Jahre alte Meeresablagerung - ein reiner, weicher, fast weißer Kalk.
Eingelagert sind zahlreiche Feuersteinknollen, die zur gleichen Zeit entstanden.

Auf dieser Wanderung sind wir von Lohme aus
über den Hochuferweg bis zum Kieler Ufer gegangen.
Am nächsten Tag
haben wir die Kreideküste dann
von Sassnitz aus bis zum Kieler Ufer erkundet.

Nach dieser großen Wanderung hatten wir uns ein gutes Mittagessen im Restaurant "Daheim" in Lohme verdient.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Jasmund - Sassnitz

Geparkt haben wir im Stadthafen Sassnitz.
Eigentlich wollten wir von hier aus eine Schiffstour entlang der Kreideküste machen,
haben uns aber spontan umentschieden und die Küste lieber zu Fuß vom Kiesstrand aus erkundet.
Wegen der Gefahr von Abbrüchen und Steinschlag wird allerdings überall von einer solchen Wanderung abgeraten.
Wir haben es auf eigene Gefahr trotzdem gewagt. Die Strände und Treppen in diesem Bereich waren nicht gesperrt.

Die Sassnitzer Seebrücke vor der Strandpromenade ist gesperrt und fest im Besitz der Kormorane.

Dieser Baum kann sich so grade noch am Steilufer halten. Es gibt viele Stellen am Rand der Klippen, die durch ihren Bewuchs mit Gras einen stabilen Eindruck machen. Wenn man aber als ehrgeiziger Fotograf bis ganz nach vorne tritt, um das ultimative Foto zu schießen, kann die oft unterhöhlte Grasnarbe nachgeben.
Schon so mancher ist tödlich abgestürzt und meist lag eine Kamera in der Nähe ...

Abgestiegen sind wir über die Treppe in der Piratenschlucht.

Diesmal sind wir unter den Klippen am Ufer entlang bis zum Kieler Ufer gewandert
und dann über den Hochuferweg wieder zurück nach Sassnitz gegangen.

Die hellen Kreidekliffs wechseln mit schräg gelagerten Schichten eiszeitlicher Ablagerungen
(Geschiebemergel, Geschiebelehm, Schmelzwassersand).

Wenn diese "Steinchen" runterkommen, möchte ich nicht drunter stehen ...
Vor allem nach starken Regenfällen und Frost, aber auch bei Sturm und nach Hochwasser, kann es hier gefährlich werden.
Strände und Hochuferweg betritt man stets auf eigene Gefahr. Besonders gefährlich ist es im Winterhalbjahr, aber auch in verregneten Sommern.

Wegen des heftigen Seegangs und der Steine musste Chili an der Leine bleiben.
Sie hätte sich sonst sicher todesmutig in die Fluten gestürzt.

Der Lehm wurde aus den Wurzelstöcken dieser Buchen ausgeschwemmt. Die Feuersteine sind zurück geblieben.

Neben der Treppe stürzt sich der Kieler Bach mit einem kleinen Wasserfall in die Tiefe.

Die Treppe am Kieler Ufer ist im unteren Bereich sehr steil.
Aufwärts hatten die Hunde kein Problem damit.
Runter wäre es sicher schwieriger gewesen.

Der weitere Aufstieg war dann sehr einfach. >
Zurück nach Sassnitz ging es über den Hochuferweg.

Wald am Meer - Der alte Rotbuchenwald im Nationalpark Jasmund wurde 2011 UNESCO-Weltkultureerbe.
Die Buche ist ein weltweit einmaliges Beispiel dafür, dass eine einzige Baumart sich durchsetzen und auf großer Fläche dominieren kann.
Ohne Einfluss des Menschen würden Buchenwälder die Landschaft ganz Mitteleuropas prägen und rund 2/3 der Landfläche Deutschlands bedecken.

Wissower Klinken
Am 24. Febr. 2005 sind über 50.000 Kubikmeter Kreide
von einem der markantesten Wahrzeichen der Insel Rügen auf den Strand gestürzt.
Nach dem Tauwetter sprengte gefrorenes Niederschlagswasser die bizarre Kreideformation ab.

Die Wanderungen entlang der Kreideküste waren das Highlight unserer Rügenreise.
Nicht umsonst ist der Hochuferweg der berühmteste Wanderweg Rügens.


Nach diesen beiden Wanderungen durch die Natur kamen einige Ostseebäder an die Reihe ...


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