Besucherzaehler


Freitag, 17. Juli 2015

Wimsener Friedrichshöhle - die einzige mit dem Kahn befahrbare Höhle Deutschlands

Parken kann man auf dem Wanderparkplatz am Hasenbach.
(N 48° 15′ 29″, O 9° 26′ 54″)

Auf 723 m Länge ist die Höhle bis jetzt bekannt.
Der Kahn muss nach 70 m umkehren.
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Das glasklare Wasser ist bis zu 4 m tief.

Im hinteren Bereich der Höhle befindet sich eine Quelle,
aus der sich der Höhlenfluss, die Zwiefalter Ach, bildet.

Die Quellschüttung der Wimsener Höhle beträgt im Mittel ca. 590 Liter/Sekunde.
Extremwerte reichen von 60 - 2.800 Liter/Sekunde.

Vor diesem Spalt muss der Kahn umdrehen. Die Höhle geht dahinter noch weiter. >
Der weitere Weg bleibt erfahrenen Höhlentauchern mit entsprechender Ausrüstung vorbehalten.


Münster Unserer Lieben Frau, Zwiefalten

Geparkt haben wir auf dem Busparkplatz am Sportheim im Dobeltal (N 48° 13′ 50″, O 9° 27′ 29″)

Die Abteikirche von Zwiefalten gehört zu den bedeutendsten Werken
des ausgehenden Barock. 1765 wurde die Kirche geweiht,
die Ausstattung des Inneren zog sich aber noch bis 1785 hin.

Die mächtige Westfassade ist sehr eindrucksvoll.

Die Portalrahmung ist von der Figur des hl. Ordensgründers Benedikt bekrönt, der von zwei Putten mit dem Regelbuch der Benediktiner
und einem zersprungenen Giftbecher umgeben ist. Der Giftbecher ist ein Zeichen für den Sieg des Heiligen über seine Feinde, die ihn zu vergiften versuchten.

Die Ausstattung von Zwiefalten ist äußerst üppig, man wird regelrecht 'erschlagen'.

links: das Hauptfresko des Langhauses hat die Marienwallfahrt zum Thema. Auf dem Foto ist nur die Wolkenzone zu sehen.
Die Pilgerströme ziehen sich um die Seitenränder des Bildes.
Maria ist mit rotem Untergewand und einem blauen Mantel bekleidet. Von der heiligsten Dreieinigkeit gehen Gnaden auf sie über.

Ein Lichtstrahl führt vom Herzen Mariens auf ein von Engel gehaltenes Bild mit Maria und dem Jesuskind
(das Bild ist das vom Zwiefalter Ordenspatron in seiner Jugend angeblich besonders verehrte Gnadenbild aus der Ambrosius-Kirche in Rom)
zum hl. Benedikt, der mit ausgebreiteten Armen die göttlichen Gaben entgegennimmt. Von ihm aus ergießen sich Feuerzungen über Heilige seines Ordens.

rechts: das Fresko in der Vierungskuppel zeigt die Krönung Mariens.
Auf immer lichter werdenden Wolkenbändern sind über 200 Heilige versammelt, die der Krönung beiwohnen.

Auf jeder Seite des Langhauses sind 4 Kapellen mit Emporen eingezogen.

Einer der 8 Kapellenaltäre.; in 2 Kapellen steht auch ein Beichtstuhl.
An den Kapellenaltären konnte jeder einzelne der Mönche die tägliche Messe zelebrieren.

< Der Schweigeengel, ein Detail des Nepomuk-Altares.
Der hl. Johannes von Nepomuk weigerte sich, das Beichtgeheimnis preiszugeben.

Die Beichtstühle unterhalb der Musikempore sind ungewöhnlich aufwendig gestaltet.
Palmen und übermooste Tropfsteine, zerborstene Säulen und rankende Pflanzen
geben ihnen ein ruinenhaftes Aussehen,
das an die zeitgleiche Gartenarchitektur des Barock denken lässt.

Christus als Bettler, ein Detail des St-Martin-Altares >
Der Bettler hat die Hälfte des geteilten Martinsmanels über seinen Arm gelegt
und wendet sich mit dankbarem Blick dem hl. Martin zu.

Das Kanzel-Gegenstück an der Nordwand - Der Prophet Ezechiel ist dargestellt in seiner Vision vom Totenfeld.
Er zeigt mit dem ausgestreckten Finger auf die Geschehnisse, die auf der gegenüberliegenden Kanzel dargestellt sind.
Am Fuß des Baldachins kämpfen zwei Putten miteinander. Der linke Putto mit Rüstung und Schwert stellt Nebukadnezar dar.
Bei seinem Gegenspieler handelt es sich um Zedekias. Als Zeichen der Könige von Juda ist er mit einem Löwenfell bekleidet.

Die Rokkoko-Kanzel an der Südwand hat Ezechiels Vision vom Totenfeld zum Thema.
Das Programm der Kanzel drückt die Hoffnung der Israeliten auf ein neues Reich
und gleichzeitig die Zuversicht der Gläubigen auf ein Leben nach dem Tod aus.

Der Tod ist aus der Sünde hervorgegangen.
Sie ist durch den Baum der Versuchung am Kanzelfuß verbildlicht.

Der Gekreuzigte auf dem Schalldeckel >
gibt den Gläubigen die Hoffnung auf Auferstehung am Jüngsten Tag.

Am Korpus der Kanzel wird das Feld mit Totenköpfen,
Gerippen und verwesenden Leichen gezeigt.

 


Die drei göttlichen Tugenden Hoffnung, Liebe, Glaube, werden von Frauengestalten personifiziert, die die Toten zu neuem Leben erwecken.

Allegorie der Erde — Allegorie des Feuers
Die vollplastischen vergoldeten Figurengruppen über dem Gebälk der Vierungspfeiler gehören zu den schönsten Stuckarbeiten des Zwiefaltener Münsters.

Allegorie des Wassers — Allegorie der Luft

Zum Übernachten sind wir auf dem Stellplatz am Federseemuseum gefahren.


Federsee

Bereits 1922 wurde ein erster Steg ins Federseemoor gebaut, um Einheimischen und Besuchern die herrliche Federseenatur zugänglich zu machen,
ohne die seltenen Tiere und Pflanzen zu stören. In den Wintern 2009 und 2010 wurde der 1,2 km lange Steg komplett erneuert.

Im Juli ist der Pflanzengürtel des Federsees voller Insekten. Es summt und brummt überall. Und wo viele Insekten sind, da sind auch die Vögel nicht weit.
Auf dem linken Bild steht das Mädesüß (Filipendula ulmaria), auch Wiesenkönigin genannt, in voller Blüte.
Der geschlossene, rund 400 Hektar umfassende Schilfgürtel rings um den Federsee ist ein einzigartiger Lebensraum für viele Tiere.

Nach der letzten Eiszeit verlandete der Federsee und wurde immer flacher. Während er anfangs 30 Quadratkilometer groß war,
umfasst er heute nur noch eine Fläche von 1,5 Quadratkilometern und misst an seiner tiefsten Stelle 3,50 m, im Durchschnitt allerdings nur 1 m.
Als Flachsee ist er Lebensraum für viele an sommerwarme, nährstoffreiche Gewässer angepasste Tiere und Pflanzen.

Neben dem Steg wachsen große Bestände der Kleinen Gelben Teichrose (Nuphar lutea)

Es war den ganzen Tag mit über 30 °C extrem heiß. Abends zogen Gewitter mit Hagel auf und es kühlte etwas ab.

nun geht's wieder Richtung Norden ...


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