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Freitag, 8. Juni 2018

Nördlich von Stavanger beginnt das Fjordland und wir starteten gleich mit einem Höhepunkt: dem Lysefjord mit Preikestolen und Kjerag.

Rundfahrt auf dem Lysefjord

Den 42 km langen, von imposanten, bis zu 1.000 m hohen Felswänden eingerahmten Lysefjord kann man nur vom Schiff aus erkunden.
Die Fähre verbindet Lauvvik mit Lysebotn am Ende des Fjords.
Unser Wohnmobil haben wir auf dem Parkplatz am Fähranleger (58.894750N, 6.053216E) stehen gelassen.

links: Blick nach Süden in den Høgsfjord

Die weit gespannte Hängebrücke über die Mündung des Lysefjords wurde 1997 fertig gestellt. Die Stahlbrücke ist 639 m lang, die Pylone sind 102 m hoch.

Die rundgeschliffenen Felsen, die man in Südnorwegen sehr häufig antrifft, sind während der Eiszeiten entstanden, deren letzte vor etwa 11.700 Jahren endete.

Auch das Ausschürfen in der Tiefe zu Trogtälern und Fjorden, wie dem Lysefjord, sind den Eiszeiten zu verdanken.

Hier fuhr die Fähre ganz dicht ans linke Ufer, bis sie mit dem Bug in eine kleine Bucht tauchte.
Die Schiffssirene hallte laut von den Wänden wider.

Die Fantehola (auch Fatahålå geschrieben), ist eine Höhle, in der sich der Sage nach
Landstreicher vor der Polizei versteckt haben, da sie keine Steuern bezahlt hatten.
Sie kletterten in der Bergwand hinauf und als der Polizist versuchte ihnen zu folgen,
bewarfen sie ihn so lange mit Steinen, bis er aufgab.
Den Landstreichern gelang die Flucht und die Steuern wurden nie bezahlt.

Blick hoch zum Preikestolen, dem markantesten Felsabsturz Norwegens.
Diese ungewöhnliche Form hat der Fels vermutlich durch Frostsprengung erhalten.



Der Preikestolen wird von der 709 m hohen Steilwand des Neverdalsfjellet flankiert.
Wie beeindruckend muss es erst sein, da oben zu stehen ...
!

Die grandiose Natur am Lysefjord ist überwältigend.

Der Whiskeyfossen, ist ein an sich mäßig beeindruckender Wasserfall,
dessen Geschichte ihn erst interessant macht.
Angeblich hat sich hier einst ein Deutscher versteckt und eine Whiskey-Destille betrieben,
bis er entdeckt wurde. Bis heute soll noch gelegentlich Whiskey den Wasserfall hinabfließen.

Die steilen Ufer des Fjords, der sich tief ins Rogaland schneidet, lassen weder für Ortschaften noch für Straßen Platz.

^
Lysebotn am Ende des Fjords kommt in Sicht.

Der Kjerag mit seiner Felswand von 1.084 m ist der höchste Gipfel am Lysefjord.

 

Für Wanderer mit guter Kondition ist der Kjeragbolten, der Fels in der Spalte, interessant. Wander-Highlight
Auf dem Foto rechts versucht gerade jemand, den runden Steinblock, der festgeklemmt zwischen zwei Felswänden in der Luft hängt, zu erreichen. ^
Die Standfläche auf dem Kjeragbolten ist klein (2m²) und darunter geht es fast 1.000 m in die Tiefe. Ein beliebtes Fotomotiv für ganz Mutige.

Bei der Rückfahrt von Lysebottn zu unserem Wohnmobil in Lauvvik
durften wir diesen herrlichen Fjord dann in aller Ruhe noch mal genießen.

< Zum Schluss noch mal ein Blick hoch zum Preikestolen. - Morgen geht's da rauf!

Anschließend haben wir mit dem Wohnmobil auf der Fähre nach Oanes übergesetzt,
um an der Marina von Jørpeland die Nacht zu verbringen.

(N59°01’2,7“, E6°02’38,2“)

Samstag, 9. Juni 2018

kein Geheimtipp: der Preikestolen

Geparkt haben wir auf dem Wanderparkplatz an der Preikestolhytta (58°59’29,7“N, 6°08’18,2“E).
Von hier aus sind es 4 km bis zur bekanntesten Aussichtsplattform Norwegens (Gehzeit Hinweg ca. 2 Std.).
Das Wetter war traumhaft - allerdings schweißtreibend ...

Bei der Wanderung zum Preikestolen, dem Predigtstuhl, müssen 'lediglich' ca. 350 Höhenmeter überwunden werden. Aber die haben es in sich!
Da kommt eine Verschnaufpause mit schöner Aussicht gerade recht. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis nach Stavanger.

Nepalesische Sherpas haben vor einigen Jahren die Steine neu verlegt. Aber es ist immer noch eine anstrengende, steinreiche Wanderung.
Die Stufen sind oft 30 oder 40 Zentimeter hoch; das macht den Aufstieg schwer und fordert beim Abstieg volle Konzentration.
Auf dem moorigen Hochplateau "Krogebekk Myrane" führt der Weg über einen bequemen Bohlensteg.

Markiert ist der Wanderweg mit einem roten "T". Verfehlen kann man den Weg aber sowieso nicht. Man reiht sich einfach in die 'Prozession' ein.

^
Ein erster Blick zum Lysefjord - es ist fast geschafft ...

Wir waren nicht alleine auf dem Preikestolen.
Die Passagiere der "Aida" machten gerade einen Familienausflug ;-)
Jährlich kommen ca. 200.000 Touristen zum Preikestolen.
Eine Völkerwanderung im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Besucher kommen aus aller Welt.
 

Endlich die Belohnung: der berühmte Preikestolen kommt in Sicht. Es ist ein erhabenes Gefühl, diese grandiose Landschaft zu bewundern.

Atemberaubend: die Fjellkante des Preikestolen fällt messerscharf 604 m tief ab. Ich habe mich natürlich bis ganz nach vorne gewagt: ^
... da oben stehen und die großartige Aussicht genießen ... den Kick spüren, am Rand zu stehen und 604 Meter senkrecht nach unten zu schauen
... das ist es wirklich wert, den beschwerlichen Weg zu gehen.

Die Felskante des Preikestolen ist eines der beliebtesten Fotomotive Norwegens und wurde von CNN zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte der Welt ernannt.

Erfrischung im See "Tjødnane" nach anstrengender Wanderung. Der Golden Retriever hatte es sich auf einem Felsausläufer im Wasser gemütlich gemacht.

Übernachtet haben wir auf dem Preikestolen Camping (58°59'58'N,' 6°5'32''E). Die Hunde haben die "Badewanne" direkt vor dem Wohnmobil genossen.

Montag, 10. Juni 2018

Die Rv 13, der Ryfylkevegen, ist eine landschaftlich eindrucksvolle Strecke.

Mit gewatliger Kraft ergießt sich der Langfoss-Wasserfall
wie ein Brautschleier 612 m über die nackte, steile Felswand in den Åkrafjord
und ist damit der fünfthöchste Wasserfall Norwegens.
Er wurde von CNN als einer der 10 schönsten Wasserfälle der Welt eingestuft.

Der Langfoss-Wasserfall hat einen eigenen Parkplatz (59°50’48,6“N, 6°20’28,4“E)


Weiter geht's vorbei an beeindruckenden Wasserfällen nach Bergen


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